Tobias Carshey öffnet die Tür zu seinem emotionalen Innenleben und bittet dich herein. Es ist ein Ort, von Höhen und Tiefen gezeichnet, chaotisch und unaufgeräumt, aber seine authentische Art und seine entwaffnende Ehrlichkeit lassen dich von Anfang an zuhause fühlen.
Der Musiker nimmt lieber Umwege, als sich auf den gewohnten Pfaden zu bewegen - darum weiß man nie genau, was man als nächstes von ihm erwarten kann. Deshalb ist es auch schwierig, den Sänger in ein bestimmtes Genre zu packen. Zwar oft melancholisch, wie im Song "Almond Eyes", bricht die Musik auch mal wild und wütend aus, wie in "Fever". Carsheys vielseitige, raue Stimme leitet die Zuhörer gekonnt durch jeden Song, ohne dass man sich verirrt.
Nach der Pandemie und der Geburt seines ersten Sohnes machte der Sänger eine kreative Pause und meldet sich nun mit seiner nächsten Album zurück. Träumerischer, dunkler Indie Pop, mit einer kleinen Anspielung an den Soul der 60er Jahre, der berührt und noch lange nachklingt. Fern von der digitalen Welt wurde die Platte live auf Tape aufgenommen. Das analoge Rauschen und das wacklige Band geben Carsheys Songs eine unglaubliche Tiefe, die direkt unter die Haut geht. Wer sich also nicht vor Emotionen scheut, muss Tobias Carshey unbedingt live erlebt haben – ob solo oder mit Band.
Tobias Carshey hat übrigens neben seinen bisherigen Auftritten auch vor zwei Jahren beim Minigipfel des Freiburger Jazzfestivals im KiSS gespielt. Weniger anzeigen
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